Während man in der konventionellen Intensivlandwirtschaft wenige hochproduktive Pflanzensorten und Hochleistungs-Tierrassen einsetzt, ist die Bio-Landwirtschaft auf standortangepasste, gesunde und widerstandsfähige Rassen und Sorten angewiesen. So trägt sie durch den gezielten Erhalt alter Haustierrassen und Kulturpflanzensorten wesentlich zur Bewahrung der genetischen Vielfalt bei.

Beispiel Vielfalt unserer Rassen:

Einst gab es weltweit etwa 150 Schweinerassen. Robuste und genügsame Schweine mit schmackhaftem Fleisch wurden aber wegen ihres höheren Fettanteils immer mehr durch magere, schnell wachsende Rassen ersetzt. Diese auf extreme Fleischleistung gezüchteten Schweine sind häufig kreislaufschwach, stressanfällig und liefern fade schmeckendes Fleisch. Deshalb sind im Bio-Landbau wieder häufiger traditionelle und beinahe vergessene Schweinerassen anzutreffen, die auch mehr Zeit zum Wachsen haben. Bio-Fleisch ist daher fein marmoriert, zarter, saftiger und geschmacksintensiver als das Fleisch von Tieren aus

Intensivtierhaltung. Dies wissen auch immer mehr KonsumentInnen zu schätzen.

Quelle: www.bio-wissen.org

 

Beispiel Vielfalt unserer Sorten:

Von weltweit rund 250.000 bekannten Pflanzenarten sind etwa 30.000 essbar. 150 Arten spielen für die menschliche Ernährung eine bedeutendere Rolle und nur drei – Weizen, Reis und Mais – decken 50 % des menschlichen Energiebedarfs. Alleine im Laufe des 20. Jh wurden laut FAO weltweit rund 75 % der Kulturpflanzensorten von wenigen Hochleistungs-sorten verdrängt. Die Biolandwirtschaft setzt auf Vielfalt statt Einfalt, kultiviert alte Getreide- arten und sorgt dafür, dass geschmackliche Highlights wie Emmer, Einkorn, Kamut, Waldstaudekorn uvm. wieder verstärkt auf Österreichs Bio-Feldern zu finden sind.

Quelle: www.bio-wissen.org

 

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